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Obere Donaustraße
5, Wien, II. Bezirk
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»Die Ostjuden, die
nach Wien kommen, siedeln sich in der Leopoldstadt an, dem zweiten
der zwanzig Bezirke. Sie sind dort in der Nähe des Praters und des
Nordbahnhofs. […] Die Leopoldstadt ist ein freiwilliges Ghetto.«
(Joseph Roth) Arnold Schönbergs Eltern – aus Preßburg beziehungsweise
Prag gebürtig – zogen nach ihrer Heirat, 17. März 1872, in die traditionell
jüdische Leopoldstadt. Der 2. Wiener Gemeindebezirk zwischen Donau
und Donaukanal, in dem beinahe die Hälfte der jüdischen Bevölkerung
Wiens lebte, wurde im Volksmund »Mazzesinsel« genannt.
Die heterogene »israelitische Gemeinde« (nach einer Terminologie
Kaiser Franz Josephs I.) setzte sich aus orthodoxen, |
| emanzipierten, assimilierten
und den der osteuropäischen Shtetl-Kultur nahestehenden Juden zusammen,
welche aus Böhmen, Mähren, Ungarn und Galizien in die Metropole der
Habsburgermonarchie gezogen waren. Am 13. September 1874 wurde Arnold
Schönberg in der Oberen Donaustraße 5 (vor der Eingemeindung der Wiener
Vorstädte im Jahr 1861: Brigittenau 393), einem 1871 vom Architekten
und Stadtbaumeister Heinrich Ritter von Förster errichteten Wohnhaus,
geboren. Nach der Übersiedlung der Familie in die Theresiengasse 5
(ehedem Leopoldstadt 894) wurde am 9. Juni 1876 Schönbergs Schwester
Ottilie geboren. |
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