Taborstraße 48, Wien, II. Bezirk

  Seit 1880 – in einem Volkszählungsbogen dieses Jahres werden die Schönbergs mit Adresse Taborstraße 48 geführt – besuchte Arnold die Volksschule der Kleinen Pfarrgasse 33 und ab 1885 die k. k. Oberrealschule, Vereinsgasse. Am 29. April 1882 wurde sein Bruder Heinrich geboren. Der aufblühende Wirtschaftsliberalismus ohne Arbeits- und Wohnbeschränkungen für jüdische Bürger brachte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für den Kleinhandel in Wien neue Perspektiven. Schönbergs Vater Samuel wurde im
»Handels- und Gewerbeadreßbuch« zunächst als »Schuhw[aren]-F[abrikant]« geführt und unterhielt ab 1886 ein Kommissions- und Inkassogeschäft in der Kleinen Pfarrgasse 31. Nach dem Tod seines Vaters am Silvestertag 1889 trat Schönberg bei der Privatbank Werner & Co. eine Lehre an. Er wohnte anfangs noch mit seiner Mutter in der Taborstraße 32. In den folgenden Jahren zog die Familie mehrmals um: 1892 in die Große Stadtgutstraße 10, 1893 wiederum in die Theresiengasse 5 (im folgenden Jahr in Adambergergasse umbenannt).

 

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