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Manuel Gervink: Arnold Schönberg und seine Zeit
Laaber 2000
(Große Komponisten und ihre Zeit)
(ISBN 3-921518-88-1)


Content

Aspekte: Schönberg und Strauss / Verklärte Nacht / Überbrettl / Richard Strauss - Künstlerische Individualisierung: Gurrelieder / Aufgabe der tradierten Musiksprache / Gustav Mahler / 1. Streichquartett / Verfremdung der Formen: Erste Kammersymphonie / Verfremdung der Formen: 2. Streichquartett / Autobiographische Musik: Erwartung / Autobiographische Musik: Die glückliche Hand / Schönberg als Maler - Technik - Inhalt - Form: Das Buch der hängenden Gärten / Drei Klavierstücke / Fünf Orchesterstücke / Sechs kleine Klavierstücke / Pierrot lunaire / Schönberg als Lehrer / Musik und Geschichte: Schönbergs Evolutionsdenken / Vorrangstellung des Künstlers / »Verein für musikalische Privataufführungen« / Zwölftontechnik als "Zukunft der deutschen Musik für die nächsten hundert Jahre" / Erste dodekaphone Werke / Konsolidierung der Zwölftontechnik Als Jude im Exil: Flucht und Rückkehr zum jüdischen Glauben - Leben in den USA / Aspekte des Spätwerks / »Engagierte Musik« / Kontroverse mit Thomas Mann / Die letzten Lebensjahre - »Schönberg est mort«: Aspekte der Schönberg-Rezeption / Das Urteil von Pierre Boulez / Serielle Musik / Schönberg heute


Abstract

Wie kaum ein anderer Vertreter der Neuen Musik des frühen 20. Jahrhunderts hat Arnold Schönberg die Tonsprache radikalisiert. Er selbst war der festen Überzeugung, daß er mit seinen Werken, deren Aufführungen häufig spektakuläre Skandale hervorriefen, lediglich die Enwticklungen weitergeführt hätte, die er in der Musik von Bach, Mozart, Brahms und Wagner vorgeprägt sah. Mit eiserner Konsequenz überschritt er bald die Grenzen der Tonalität, um sich schließlich ganz von ihr zu lösen. Schönbergs Musik ist heute vor allem wegen ihrer geschichtlichen Bedeutung akzeptiert, aber man kann kaum behaupten, daß sie häufig zu hören ist, geschweige denn populär wäre (wovon Schönberg insgeheim träumte). In diesem Buch soll versucht werden, den unterschiedlichen Voraussetzungen für dieses schwierige, sperrige Oeuvre nachzugehen, seine musiktheoretischen Vorgaben näher zu untersuchen und - knapp fünfzig Jahre nach dem Tod des Komponisten - sein Werk an dem Anspruch zu messen, den er selbst gestellt hat.

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