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Neuerscheinungen
Reifenscheid, Beate (Hrsg.:) Die innere Notwendigkeit. Gedanken zu
Musik, Malerei und Bühne bei Schönberg, Kandinsky und anderen. 10.
September - 15. Oktober 2000, Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Koblenz.
Bielefeld: Kerber Verlag; 2000.
ISBN 3-933040-56-6
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Die »innere Notwendigkeit«: Zu Synästhesie und Abstraktion
bei Skrjabin, Schönberg und Kandinsky / Beate Reifenscheid
Zur Kunst- und Musikästhetik Schönbergs und Kandinskys vor dem Ersten
Weltkrieg / Werner K. Keil
Dynamik der Farbe und farbige Formen: Ansätze zu einer Malerei nach musikalischem
Vorbild. Zu weiteren Exponaten der Ausstellung
Abbildungen
Biographische Angaben zu Schönberg und Kandinsky, zusammengestellt von
Urs Roeber
Abbildungsverzeichnis
Ausgewählte Literatur
Abstrakt
Die Begegnung zwischen Wassily Kandinsky und Arnold Schönberg darf zu
den spannendsten des 20. Jahrhunderts gerechnet werden. Ihr sich ab 1911
entwickelnder Briefwechsel bildet ein eindrucksvolles Dokument für die
Entwicklung von neuer Malerei und Musik. Die künstlerische Auseinandersetzung
umkreist vor allem einen Gedanken: den der geistigen Erneuerung der Kunst
und der Musik, die auch formal Neuerungen fordert. Im Sinne einer synästhetischen
Steigerung überwinden Kandinsky und Schönberg die tradierte Bild- und
Musikauffassung, indem das eine auf das andere Bezug nimmt. Kandinsky
stößt dabei zur Abstraktion, zur gegenstandslosen Malerei vor, in der
die Farben und Formen autonom eine eigene Bildwelt entwickeln. Schönberg
hingegen bereitet mit seinen zunehmend atonalen, dissonanten Kompositionen
seine »Zwölftonmusik« (1921) vor. Der Briefwechsel wie auch
die Publikationen Kandinskys und Schönbergs diskutieren diese Bestrebungen
über das von Kandinsky vorgetragene Prinzip der »inneren Notwendigkeit«.
Die vorliegende Publikation geht in ihren Beiträgen diesem spannungsvollen
Verhältnis zwischen Empfindung und Ausdruck nach und erweitert es mit
Blick auf weitere Künstler im Umfeld des Blauen Reiter und des Bauhauses.
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