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Arnold Schönbergs Stationen als Lehrer
Europa (19021933)
1. Berlin: Stern'sches Konservatorium
(1902/03, 1911)
2. Wien: Privatunterricht, Schwarzwald'sche
Schulanstalten (1898/99, 1904-10, 1917-18)
3. Mödling: Privatunterricht (1918 - 1925)
4. Berlin: Akademie der Künste (1926-33)
USA (1933 1951)
1. New York, Boston: Malkin Conservatory
2. Los Angeles: University of Southern
California
3. Los Angeles: University of California
at Los Angeles
4. Privatunterricht
Europa (19021933)
1. Berlin: Stern'sches Konservatorium
(1902/03, 1911)
Das Stern'sche Konservatorium war 1850 als Berliner Konservatorium gegründet
worden. Trotz der Konkurrenz durch das benachbarte Klindworth-Scharwenka-Institut
und die Königliche Hochschule für Musik konnte das Konservatorium auf
ständig wachsende Schülerzahlen verweisen. Schönberg hatte bereits im
Schuljahr 1902/03 auf Empfehlung von Richard Strauss im Stern'schen Konservatorium
Musiktheorie unterrichtet. Im Herbst 1903 wartete dessen Direktor Gustav
Holländer allerdings vergeblich auf seinen Lehrer, da dieser nach einem
Sommeraufenthalt in Payerbach einfach in Wien geblieben war.
1911 nahm Schönberg den Kontakt zu Holländer wieder auf, war dieses Mal
jedoch nicht als Lehrer angestellt, sondern hielt in den Räumen des Konservatoriums
»10 Vorträge über Musikästhetik und Kompositionslehre«. Dabei redete er
ganz aus dem Stegreif, wie sein Schüler Edward
Clark berichtete: »Schönberg bereitete niemals den Wortlaut seiner
Vorträge vor und stand auf keinem Podium. Zwischen den Stuhlreihen ging
er auf und ab, rauchte die ganze Zeit, äußerte seine Erfahrungen und theoretischen
Verfahrensweisen in musikalischer Komposition und beantwortete Fragen.«
Viele Hörer fand Schönberg indes nicht, aber dafür umso interessiertere.
So besuchte auch der Maler Emil Nolde im Dezember einen Vortrag, nach
dem es zu einer lebhaften Diskussion gekommen sein muß - Nolde entschuldigte
sich hinterher in einem Brief für seine offenen Worte. Schönberg scheint
die Vorträge tatsächlich fast ohne Vorbereitung gehalten zu haben, dennoch
existieren einige wenige Manuskripte, die sich auf diese Kurse beziehen
und zeigen, wie sich Schönberg dem Thema mittels »brainstorming« näherte.
Siehe auch Schüler
in Berlin
Siehe auch Arnold
Schönberg in Berlin (Ausstellung)
Siehe auch Arnold
Schönberg in Berlin (Journal of the Arnold Schönberg Center
3/2001)
2. Wien: Privatunterricht, Schwarzwald'sche
Schulanstalten (1898/99, 1904-10, 1917-18)
3. Mödling: Privatunterricht (1918 - 1925)
Erste Schülerin Schönbergs war Wilma
Webenau, die ihre Studien 1898/99 in Wien begann und mit Schönberg
1900 nach Berlin ging. Im Wintersemester 1904/05 unterrichtet Schönberg
an den »Schwarzwald'schen Schulanstalten« in der Wallnerstraße am Kohlmarkt.
Seit Herbst zählen Alban Berg
und Anton Webern zu seinen
Schülern.
Nach der Übersiedlung nach Mödling
/ Bernhardgasse 6 gab Schönberg neben seiner Tätigkeit an den Schwarzwald'schen
Schulanstalten (bis 1920) auch Privatstunden in der Bernhardgasse: über
100 Schüler nahmen in jener Zeit Kompositionsunterricht, darunter Alban
Berg, Anton Webern, Max
Deutsch, Hanns Eisler,
Hanns Jelinek, Fritz
H. Klein, Rudolf Kolisch,
Paul Amadeus Pisk, Josef
Polnauer, Karl Rankl, Erwin
Ratz, Josef Rufer, Rudolf
Serkin und Viktor Ullmann.
Die Schüler reisten mit der Elektrischen, der Dampftramway, aber auch
zu Fuß an, da nach dem Krieg die öffentlichen Verkehrsmittel in der Umgebung
Wiens nur unregelmäßig verkehrten. Max Deutsch berichtete 1970 im Rahmen
einer Fernsehdokumentation: »Wir marschierten dann die 15 Kilometer zu
Fuß, an einem Tag hin und zurück, um bei Schönberg Unterricht zu nehmen.
Der Unterricht war kollektiv, er fand mindestens zweimal in der Woche
statt. Schönberg saß am Klavier, wir standen im Halbkreis hinter ihm und
legten ihm unsere Arbeiten vor, die er korrigierte und besprach.«
Als Geschenk zum 50. Geburtstag erhielt Schönberg von seinem Schüler Anton
Webern ein umfangreiches Fotoalbum, das am 12. September 1924 bei einer
privaten Feier des Schönberg-Kreises in Mödling präsentiert wurde. Das
Album stellt ein historisches Dokument über die Bedeutung, welche Schönberg
als Lehrer im ersten Viertel dieses Jahrhunderts in Wien inne hatte, dar.
Es enthält 64 Kartonblätter mit je einer Fotographie zur Linken und einer
handschriftlichen Eintragung jedes Schülers zur Rechten. Ein Großteil
der Schüler aus dem Album studierte zwischen 1917 und 1924 in Wien und
Mödling bei Schönberg. Er begann den Unterricht an der Schwarzwaldschule
am 28. September 1917 und lehrte dort bis Juni 1920. Ein Teil der Schüler
an der Schwarzwaldschule war ebenso im "Verein für musikalische Privataufführungen"
tätig.
Siehe auch Schönberg als
Lehrer in Wien
Siehe auch Schüler
in Wien
Siehe auch Arnold
Schönbergs Wiener Kreis (Journal of the Arnold Schönberg
Center 2/2000)
4. Berlin: Akademie der Künste
(1926-33)
Die Berliner Akademie der Künste, im Jahr 1696 durch den Brandenburgischen
Kurfürsten Friedrich III. gegründet, war - nach Rom und Paris - die dritte
Akademie dieser Art in Europa. Sie sollte drei Aufgaben erfüllen: die
akademische Ausbildung gewährleisten, die besten Künstler vereinigen sowie
den Staat in künstlerischen Fragen beraten. Dabei standen die Bildenden
Künste zunächst im Vordergrund; erst 1809 erfolgte mit der Berufung von
Carl Friedrich Zelter die Aufnahme der Musik in die Akademie, die Gründung
einer eigenständigen Sektion wurde 1833 realisiert. Die Sektion, die sich
als »oberste Musik-Behörde Berlins« verstand, war in ihrem Kern eine konservative
Institution, genoß durch ihre prominenten Mitglieder jedoch einen internationalen
Ruf. Sie bildete sowohl die Grundlage für die Gründung der Hochschule
für Musik als auch für die akademischen Meisterschulen, die 1882 ins Leben
gerufen wurden. Die Meister waren für die höchste Stufe der Ausbildung
zuständig und unterstanden direkt dem Ministerium. Bis in die 20er Jahre
hinein wurden die Meisterschulen von einem spezifischen Berliner Konservatismus
geprägt. Erst durch die Politik von Leo Kestenberg öffnete sich die Akademie
auch neuen, von außen kommenden Musikströmungen. Kestenberg war selbst
ausgebildeter Musiker und arbeitete seit 1918 im Preußischen Kultusministerium
als Musikreferent. Er setzte im Berliner Musikleben deutliche Akzente:
Mit der Berufung von Franz Schreker als Leiter der Musikhochschule und
Georg Schünemann als dessen Stellvertreter leitete er die innere Reform
der Hochschule ein. Als Schüler Ferruccio Busonis wußte Kestenberg um
die charismatische Wirkung des italienischen Komponisten und Pianisten,
der entschieden die musikästhetischen Positionen des 19. Jahrhunderts
zu überwinden suchte, und bald nach seiner Berufung zum Vorsteher einer
akademischen Meisterklasse einen jungen Schülerkreis um sich versammelte.
Nach dem Tod Busonis 1924 sollte die fortschrittliche Tendenz weiter verfolgt
werden, ein Zeichen dafür war die - sicherlich von Franz Schreker unterstützte
- Berufung Schönbergs als Nachfolger Busonis. Im Sommer 1925 besuchte
Kestenberg Schönberg in Mödling, im Oktober konnte er Georg Schünemann,
dem Vizedirektor der Hochschule, berichten: »Die Schönberg-Berufung wird
jetzt im Hause bearbeitet. Ich hoffe, daß der Finanz-Minister bald antwortet
und die Ernennung bald erfolgen kann. Die üblichen Schwierigkeiten (Bedenken,
ob Akademie vorher befragt werden müßte etc.) werden auch zu überwinden
sein. Ich freue mich sehr auf diesen wertvollen Zuwachs unserer Gesinnungsfreunde.«
Die Berufung besaß durchaus provozierenden Charakter: Schönberg war ein
unbequemer Geist, der den Konservativen als Traditionsverächter galt,
der jüngeren Generation um Hindemith hingegen als unmoderner Dogmatiker.
Offiziell wurde er zum Oktober 1925 berufen, trat seine Stelle jedoch
aus gesundheitlichen Gründen erst im Januar des folgenden Jahres an, -
und übersiedelte damit zum dritten Mal in die deutsche Hauptstadt. Zu
Schönbergs Aufgabenbereich an der Akademie zählte neben dem Unterricht
die Tätigkeit im Senat. Dieser hatte vor allem die Aufgabe, das Ministerium
in Musikdingen zu beraten. So reichte beispielsweise ein Komponist einen
Vorschlag für eine neue Notenschrift ein, das Ministerium bat um ein Gutachten
der Senatoren der Sektion Musik. Zu diesem Zweck gab es Formulare, die
entsprechend weitergereicht wurden, und auf dem jeder Senator seine Meinung
kundtat. Es spricht für das Pflichtgefühl Schönbergs, daß er seine Stellungnahme
sorgfältig vorbereitete, und bevor er seinen Platz auf dem Bogen ausfüllte,
ein ausführliches Konzept formulierte.
Schönberg stellte bei der Aufnahme in seine Meisterklasse strenge Anforderungen
an seine zukünftigen Schüler: »Als Meisterschüler kann nur aufgenommen
werden, wer
1. Die Absicht und die Eignung hat, die Tätigkeit eines Komponisten als
Hauptberuf auszuüben, und
2. alles Handwerkliche [...] entweder an einer Schule, oder Privat, oder
durch Selbststudium vollkommen erlernt hat, und imstande ist, Proben seines
Talents und seines Könnens in Form fertiger Werke vorzulegen.«
Zu den Schülern Schönbergs gehörten nicht nur Berliner Musiker, wie etwa
Walter Gronostay oder
Rudolph und
Walter Goehr, sondern auch von auswärts Kommende, so etwa der Schweizer
Erich Schmid, die Griechen
Nikos Skalkottas und
Charilaos Perpessa, der
Siebenbürger Norbert Hannenheim,
die Russin Natalie
Prawossudowitsch sowie die Amerikaner Marc
Blitzstein und Adolph
Weiss.
Im Unterricht, der bei ihm zuhause stattfand, ging Schönberg wie in Wien
von den Werken der Klassik aus, die gemeinsam am Klavier gespielt wurden,
und besprach mit den Schülern die ihm vorgelegten Kompositionen. In sogenannten
»Frequenznachweisen« hatte Schönberg die einzelnen Schüler zu beurteilen,
verzeichnet wurden dort auch die behandelten Kompositionen. Von 1927 bis
1931 fanden vier Konzerte statt, in denen Werke der Schüler durch namhafte
Interpreten gespielt wurden.
Aus gesundheitlichen Gründen hielt sich Schönberg seit Oktober 1931 in
Barcelona auf und schob die Rückkehr nach Berlin - vor allem aus politischen
Motiven - auf. Zu Anfang des Jahres 1932, wahrscheinlich noch während
der letzten Arbeitsphase am Schluß des II. Aktes zu »Moses und Aron«,
schrieb er unter dem Titel »Nationaler Aufmarschplan des nordischen Geblütes«
eine bissige Glosse auf die massiven antisemitischen Übergriffe der nationalsozialistischen
»Sturmtruppe«. Als er gezwungenermaßen in das unsichere Berlin zurückkehren
mußte, wurde ihm die Situation der Juden in Deutschland auf drastische
Weise klar. Nach der Machtergreifung der Nazis am 30. Januar 1933 wurde
der bis dahin »private« Antisemitismus zum Regierungsprogramm erklärt.
In der Senatssitzung der Akademie am 1. März erfolgte die Gleichschaltung
der Akademie, indem deren Präsident Max von Schillings deutlich machte,
daß der »jüdische Einfluß gebrochen werden müsse«; Schönberg verließ die
Sitzung. Als ihm am 23. Mai seine sofortige Beurlaubung mitgeteilt wurde,
befand er sich zusammen mit seiner Frau Gertrud und der Tochter Nuria
bereits im Pariser Exil. Dort zog er die Konsequenz aus den in den Jahren
zuvor angestellten Überlegungen und trat offiziell wieder zum Judentum
über. In mehreren Schreiben an die Akademie wehrte sich Schönberg gegen
die Entlassung, in dem er sich auf seinen bis 1935 gültigen Vertrag berief.
Eine gesetzliche Regelung zum völligen Ausschluß von Akademie-Mitgliedern
existierte zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Erst am 9. Dezember gab es
einen Erlaß des Kultusministeriums, eine Auslegung des im April erlassenen
»Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums«, die dem Ministerium
nun ein Instrument in die Hand gab, auch unliebsame nichtbeamtete Mitglieder
loszuwerden. Zwei Tage darauf - Schönberg befand sich mittlerweile schon
im amerikanischen Exil - erging an die betreffenden Mitglieder ein Schreiben
über ihren endgültigen Ausschluß. Mit der Vertreibung Schönbergs aus Berlin
kam gleichzeitig die große Epoche der akademischen Meisterschulen zu einem
traurigen Ende.
Siehe auch Schüler
in Berlin
Siehe auch Arnold
Schönberg in Berlin (Ausstellung)
Siehe auch Arnold
Schönberg in Berlin (Journal of the Arnold Schönberg Center
3/2001)
USA (1933 1951)
1. Boston, New York: Malkin Conservatory (1933/34)
Schönbergs Weggang aus Berlin fiel mit der Gründung eines neuen Konservatoriums
zusammen. Der Leiter dieser kleinen Musikschule mit etwa 5-6 Klassenzimmern,
Joseph Malkin, bemühte sich erfolgreich, ihn als Lehrer zu gewinnen. Drohende
Erwerbslosigkeit verbunden mit sprachlicher Unsicherheit und einem erheblichem
Maß an blindem Vertrauen bedingten, daß Schönberg auf Malkins Anfrage
»Accept teaching« telegraphierte. Malkins Anliegen, talentierten bedürftigen
Studenten das Studium zu ermöglichen, konnte über einen extra dafür eingerichteten
»scholarship fund« verwirklicht werden (Leopold Stokowski und George Gershwin
zählten zu den fördernden Mitgliedern). In Boston unterrichtete Schoenberg
sieben Schüler, am Zweiginstitut in New York, wohin er wöchentlich pendeln
mußte, studierten neun Schüler bei ihm, darunter völlige Anfänger. Das
ständige Pendeln zwischen Boston und New York veranlaßten den an chronischem
Asthma leidenden Schoenberg schließlich zur Übersiedlung an die kalifornische
Westküste.
Siehe auch Schüler in
den USA
Siehe auch Arnold
Schoenberg in America (Journal of the Arnold Schönberg Center
4/2001, in Vorbereitung)
2. Los Angeles: University
of Southern California (1934-1936)
Schönbergs Umzug an die amerikanische Westküste im Herbst 1934, ohne zu
dem Zeitpunkt von dort schon ein Angebot zur Lehre erhalten zu haben,
geschieht parallel zum Umzug der kulturschaffenden Szene von der Ost-
an die Westküste. Wie bereits früher in den Niederlanden unterrichtete
er zunächst in einer institutionsunabhängigen Klasse. Im Herbst 1934 kam
der erste Kurs mit sechs Personen zustande. 1935 gelang es ihm, die Stellung
eines Gastprofessors für Komposition mit Teilzeitvertrag an der University
of Southern California, den sogenannten »Alchin Chair«, einnehmen zu können.
Die Ernennung wurde anschließend auf ein Jahr verlängert. 1935-36 unterrichtete
Schönberg an der USC Klassen in den Fächern Kontrapunkt und Analyse. Zu
seinen Schülern zählten in dieser Zeit neben High-School-Lehrern und Studenten
unterschiedlicher öffentlicher Einrichtungen John
Cage, Leonard Stein und
Gerald Strang.
Siehe auch Schüler in
den USA
Siehe auch Arnold
Schoenberg in America (Journal of the Arnold Schönberg Center
4/2001, in Vorbereitung)
3. Los Angeles: University
of California at Los Angeles (1936-1944)
1936 erhielt Schönberg eine volle Stelle an der University of California
at Los Angeles und zog nach Brentwood, seinem letzten Wohnsitz. Hier endlich
konnte er sein umfangreiches pädagogisches Konzept realisieren. Die Unterrichtsgegenstände
lauteten: Kontrapunkt (Anfänger/Fortgeschrittene), Harmonielehre (Anfänger/Fortgeschrittene),
Form und Analyse. Diese Kurse bildeten die experimentelle Grundlage für
seine späteren Lehrbücher, besonders für »Structural Functions of Harmony«.
Die Aufgabe, die mit der Hochschullehre an einem musikpraktisch ausgerichteten
Institut auf Schönberg zukam, bedingte für ihn neue Methoden. Seine Übungsbögen
weisen den Versuch aus, ein grundlegendes Curriculum zu etablieren, dessen
Basisunterweisung ausreichend qualifizierte Assistenten übernehmen könnten.
Studenten, die einen künstlerischen Studiengang gewählt hatten, sollten
eine weitaus anspruchsvollere Ausbildung erfahren. Wer einen Master of
the Art in Music erwerben wollte, mußte, sofern er seine Ausbildung bei
Schönberg abschloß, neben einer einfachen kontrapunktischen Arbeit, Generalbaß-
und Cantus-firmus-Satz vor allem allgemeines musikalische Kenntnisse nachweisen.
Literaturkunde gehörte an erster Stelle dazu, entsprechend der Vorgang,
ein Werk hinsichtlich Kompositions-, Zeit- und Personalstil einordnen
zu können. Instrumentationslehre wurde ebenso geprüft wie musikalische
Terminologie, daneben erwartete Schönberg Wissen in Formenkunde und einen
Überblick über die Musikgeschichte.
Siehe auch Schüler in
den USA
Siehe auch Arnold
Schoenberg in America (Journal of the Arnold Schönberg Center
4/2001, in Vorbereitung)
4. Privatunterricht
1944 mußte Schönberg mit siebzig Jahren und nach nur acht Jahren Lehrtätigkeit
als Professor in den USA endgültig in Pension gehen, die mit $50 monatlich
so extrem niedrig ausfiel, daß nicht daran zu denken war, davon alleine
seine Familie ernähren zu können. Er dachte zunächst an Auswanderung,
besonders nachdem ihm 1945 das Guggenheim Fellowship nicht zuerkannt worden
war, um das er sich bemüht hatte. Eine Vorlesungsreihe als Gastdozent
in Chicago, Mai 1946, konnte nur Zeit überbrücken, nebenher mußte er weiterhin
privat unterrichten.
Siehe auch Schüler in
den USA
Siehe auch Arnold
Schoenberg in America (Journal of the Arnold Schönberg Center
4/2001, in Vorbereitung)
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