Natalie Prawossudowitsch
wurde am 14. August 1899 in Wilna geboren, erste Kompositionsversuche
machte sie bereits mit sechs Jahren. Sie zeigte Interesse für Literatur
und Malerei (Privatunterricht bei dem Maler Odinzoff). Es folgte ein
Studium am Konservatorium St. Petersburg bei Vera Skrjabin, der Witwe
Alexander Skrjabins.
Nach ihrem Tod betrieb Prawossudowitsch
Studien in Komposition bei Sergei Ljapunow. 1925 erhielt sie das Diplom
des Petersburger Konservatoriums. 1928 reiste sie nach Berlin, 1929
erfolgte der Eintritt in Schönbergs Meisterklasse. Aus gesundheitlichen
Gründen übersiedelte sie jedoch bald nach Meran. In Italien sorgte
die Stiftung »Borodina« für ihren Lebensunterhalt, Natalie
Prawossudowitsch war vor allem als Komponistin tätig. Sie starb am
1. September 1988 in Meran.
Werke
Werkverzeichnis in: Internationaler
Frauenkreis für Komponistinnen, »Komponistinnen von A-Z«,
hrsg. v. A. Olivier / U. Weingartz Peshel (Düsseldorf 1988)