Fried
Walter wurde am 19. Dezember 1907 in Ottendorf-Okrilla bei Dresden
geboren. Er machte eine Lehrerausbildung in Bautzen, zugleich betrieb
er Studien in Klavier, Violoncello und Orgel. 1924 wurde er als Theorie
und Dirigierschüler an der Dresdener Oper aufgenommen. Nach Beendigung
der Opernschule war er Volontär am Landestheater Gotha, dann Kapellmeister
am Theater in Gera. 1929 zog Walter nach Berlin. Verschiedene Engagements
als Pianist in Kinos machten ihn mit Techniken der Filmbegleitung
vertraut. Es erfolgte der Eintritt in Schönbergs Meisterklasse, wahrscheinlich
1929 bis 1931. Nach dem Austritt aus der Meisterklasse bearbeitete
er Musik aller Sparten (unter anderem der damals berühmten »Comedian
Harmonists«), war freier Mitarbeiter des Rundfunksenders Leipzig.
Opernuraufführungen in Stockholm, Hamburg und Berlin. Nach Kriegsende
arbeitete er als Korrepetitor und Konzertpianist an der Berliner Staatsoper.
1945 begann die Tätigkeit beim RIAS, dem Senders des amerikanischen
Sektors in Berlin als Programmgestalter, Dirigent, Arrangeur und Produzent.
Walter starb am 8. April 1996 in Berlin.
Werke
Opern: »Königin Elisabeth«,
»Andreas Wolfius« (beide Partituren bei Bombenangriffen
vernichtet)
Kammermusik: Serenaden für Streichorchester
Streichquartette Bläserquintett (Allegretto pastorale)