Schüler in Berlin

 

Max Walter
1899 – 1946

Max Walter wurde am 1. April 1899 in Myslowitz (Oberschlesien) geboren und erhielt Violin- und Klavierunterricht, zusätzlich studierte er Orgel. Mit Kriegsausbruch wirkte er als selbständiger Organist an der Myslowitzer Kirche und betrieb Studien in Orgel, Violine und Klavier am Konseravtorium Czyplik/Beuthen. 1919 zog er nach Berlin, wo er Orgelunterricht bei Carl Thiel erhielt. 1920 setzte Walter das Studium in Regensburg fort, 1923 machte er die Abschlußprüfung. Er bekleidete verschiedene Organistenämter, 1926 kehrte er nach Berlin zurück. Er wurde Organist und Chorleiter an der Mater-Dolorosa-Kirche in Berlin-Lankwitz. 1926/27 nahm ihn Schönberg in die Meisterklasse auf, Walter blieb bis zum Wintersemester 1927/28. 1933 wurde Walter Mitglied der Reichsmusikkammer, er trat aber 1934 aus politischen Gründen aus. Die Verleihung des Mozartpreises wurde rückgängig gemacht, da Walter für politisch unzuverlässig galt. 1944 wurde er zum Kriegsdienst einberufen, geriet Gefangenschaft, und gilt seither als verschollen.
       
   

Werke

»Jesusmesse« in sechs Teilen; Klaviersonaten; Violinsonaten; Sinfonien; Streichquartette; Opernfragmente


Home >  Arnold Schönberg > Schönberg als Lehrer > Schüler in Berlin > Walter (Max)