Der Garten
des Schönberg-Hauses in Mödling
Der Zustand im Jahr 2001 Bei den Erhebungsarbeiten zeigte sich, daß neben der vielen wild aufgegangenen Holunder, die sich entlang der östlichen Grundstücksgrenze befanden, nur wenige Bäume existieren, und zwar je ein Kirsch- und Apfelbaum, zwei Nußbäume, eine Linde und eine Robinie. Um den südlichen Grundstückszaun zu kaschieren wurde bereits vor Jahren eine dichte Fichtenreihe gepflanzt. Der vorhandene Bunker stammt vermutlich aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Der alte Zaun entlang der Scheffergasse sowie der Bernhardgasse war besonders renovierungsbedürftig, der Betonzaunsockel war an mehreren Stellen gebrochen und die Zaunfelder komplett verrostet. Leider waren zum Zeitpunkt der Restaurierung keine Wege mehr vorhanden, es existieren zudem nur wenige Fotographien aus dieser Zeit. Die Neugestaltung Die Leitidee der Gartenplanung war, den Garten in Erinnerung an den Komponisten für Konzerte, öffentliche Veranstaltungen und als Schaugarten auszustatten. Zugleich soll das anläßlich Schönbergs 125. Geburtstag im Jahr 1999 generalsanierte Haus eine adäquate äußere Umgebung erhalten. Mit wenigen Elementen soll ein kultivierter Garten entstehen, der als Umfeld des Schönberg-Hauses die Atmosphäre des Gebäudes transportiert. Dazu wurden folgende Elemente eingerichtet: auf dem Bunker werden zwei Grassitzstufen für Konzerte etc. geschaffen ein Platz aus Gneisplatten wird vor der Veranda unter dem Kirschbaum (ca. 9 x 5 m) für Musiker neu verlegt für eventuelle Buffets wird unter dem Apfelbaum ein kleiner Sitzplatz eingerichtet neben dem Eingang von der Scheffergasse wird ein Unterstand für Fahrräder und den Müllcontainer sowie ein Kompostplatz eingerichtet Die Bepflanzung Wir setzen wenige, prägnante Akzente: hinter dem Bunker vor der Feuermauer werden hohe Berliner Lorbeer-Pappeln gesetzt, dazwischen Kaskaden-Sommerflieder sie erinnern an Schönbergs Zeit in Berlin von dort zieht sich ein gemischtes Gräserbeet umgrenzt von weißem Hibiscus zur »musikalischen Hecke«. Sie ist weiß blühend (Viburnum, Liguster), gemischt mit immergrünen (Eiben) und rotholzigen Arten (Cornus). Diese frei definierte Hecke erstreckt sich entlang des südlichen Grundstückszaunes, das davor liegende geometrische Beet aus Aster, Waldsteinia und Symphytum ergibt an der langen Gartenseite einen spannenden Rhythmus ähnlich einer Partitur im schattigen nordwestlichen Bereich hinter dem Haus sind Bodendecker vorgesehen, ebenso oberhalb des Bunkers Immergrün und Taglilien bilden farbige Klänge entlang der Bernhardgasse werden gemischte Fliederhecken ersetzt, der alte Kirschbaum im Herz des Gartens wird durch eine historische weiße Rose (Ramblerrose) bereichert am Hauseingang stehen grausilberne Yucca und weiße Rosen ein Gruß aus Kalifornien
Maria Auböck, Annalisa Mauri |
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