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Erste Bühnenkompositionen und -experimente Kandinskys erste Bühnenkompositionen entstammen dem Jahr 1908 und sind nur fragmentarisch erhalten: Der Paradiesgarten (nach Hans Christian Andersen) und die Hirtensage Daphnis und Chloe. Bereits bei der Konzeption des Paradiesgartens arbeitete Kandinsky mit Thomas von Hartmann zusammen, für Daphnis und Chloe zog man den Tänzer Alexander Sacharoff hinzu. »Das erste, was wir inszenieren wollten,
war ein Märchen von Andersen. Kandinsky machte in sehr kurzer Zeit
eine zauberhafte Skizze einer mittelalterlichen Stadt. Die Häuser
schienen von seinem 'Bild mit Häusern' genommen zu sein, doch von
vorne gesehen. Wir begannen an die
einzelnen Szenen zu denken und wie sie in Ballett umzusetzen seien; da
erkannten wir, daß die existierende Ballettform uns nicht das geben
konnte, wonach wir suchten. Wir wollten etwas völlig anderes. [...]
Gerade zu dieser Zeit schloß sich uns ein begabter junger Mann an,
der unsere Ziele verstand. Es war Alexander Sacharoff, der später
ein berühmter Tänzer wurde. Wir
begannen uns mit dem altgriechischen Tanz zu beschäftigen, und Sacharoff,
in den Museen zu studieren. So kamen wir von Andersen zu Daphnis und Chloe.«
(Thomas von Hartmann) Über seine damaligen Experimente mit Malerei,
Musik und Tanz auf der Suche nach einem gemeinsamen Nenner der
Künste berichtete Kandinsky 1921 folgendes: |
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