Der Unterricht an der Akademie

Schönberg stellte bei der Aufnahme in seine Meisterklasse strenge Anforderungen an seine zukünftigen Schüler: »Als Meisterschüler kann nur aufgenommen werden, wer 1. Die Absicht und die Eignung hat, die Tätigkeit eines Komponisten als Hauptberuf auszuüben, und 2. alles Handwerkliche [...] entweder an einer Schule, oder Privat, oder durch Selbststudium vollkommen erlernt hat, und imstande ist, Proben seines Talents und seines Könnens in Form fertiger Werke vorzulegen.« Zu den Schülern Schönbergs gehörten nicht nur Berliner Musiker, wie etwa Walter Gronostay oder Rudolph und Walter Goehr, sondern auch von auswärts Kommende, so etwa der Schweizer Erich Schmid, die Griechen Nikos Skalkottas und Charilaos Perpessa, der Siebenbürger Norbert Hannenheim, die Russin Natalie Prawossudowitsch sowie die Amerikaner Marc Blitzstein und Adolph Weiss. Im Unterricht, der bei ihm zuhause stattfand, ging Schönberg wie in Wien von den Werken der Klassik aus, die gemeinsam am Klavier gespielt wurden, und besprach mit den Schülern die ihm vorgelegten Kompositionen. In sogenannten »Frequenznachweisen« hatte Schönberg die einzelnen Schüler zu beurteilen, verzeichnet wurden dort auch die behandelten Kompositionen. Von 1927 bis 1931 fanden vier Konzerte statt, in denen Werke der Schüler durch namhafte Interpreten gespielt wurden.

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