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Berliner Kompositionen - Verleger - Arrangements - Rückkehr
Zu den in der ersten Berliner Zeit entstandenen Kompositionen gehören
- neben dem Hauptwerk »Pelleas und Melisande« - das Klavierlied »Wie Georg
von Frundsberg von sich selber sang«, welches das erste Lied des später
als op. 3 publizierten Liederzyklus' bildete, sowie das unvollendet gebliebene
Chorlied »Darthulas Grabgesang« nach einem Text von Johann Gottfried Herder.
Noch vor Schönbergs späterem Stammverlag, der Wiener Universal Edition,
war es ein Berliner Verlag, der sich für die frühen Werke des Komponisten
interessierte: der Dreililien-Verlag. Dessen Inhaber Max Marschalk lud
Schönberg im April 1903 zu sich nach Hause ein, um seine Partituren zu
begutachten. Nach zwei weiteren Besuchen kam es zur Vertragsunterzeichnung:
Marschalk erwarb die Lieder op. 1 bis 3 sowie das Streichsextett »Verklärte
Nacht«. 1904 erschienen die ersten Werke im Druck.
Nach seinem Ausscheiden aus dem »Überbrettl« war Schönberg darauf angewiesen,
seinen Unterhalt durch Anfertigung von Klavierauszügen - wie zum Beispiel
von Rossinis Oper »Der Barbier von Sevilla« - oder das Orchestrieren fremder
Kompositionen zu verdienen. Auch nach seiner Rückkehr nach Wien im Sommer
1903 bildete dies zeitweilig seine Haupteinnahmequelle. Die Orchestrierung
von Heinrich Schenkers »Syrischen Tänzen« entstand zwar bereits in Wien,
wurde aber für ein Konzert in Berlin angefertigt. Dort gestaltete Ferruccio
Busoni seit 1902 eine vielbeachtete Orchesterkonzertserie mit moderner
Musik, in deren Rahmen er die »Syrischen Tänze« im Oktober 1903 zu Gehör
bringen wollte. Über die Art der Orchestrierung schrieb Schenker an Busoni
am 8. Oktober: »Die Partitur hat Schönberg gemacht. [...] Ein erster Blick
sagt: R. Strauss'sche Manier! Nicht mein persönlicher Geschmack, das Orchester
zu setzen, indessen wird die Sache, wenn ich nicht irre, ganz gut klingen.«
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