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Ausstellungen
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Arnold
Schönberg und sein Gott
3. Mai 13. September 2002
Arnold Schönberg Center
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 10 17 Uhr, feiertags geschlossen |
Arnold Schönberg wurde in mosaischem Glauben erzogen,
konvertierte 1898 jedoch zum Protestantismus und ließ sich in der Wiener
Dorotheergemeinde taufen. 1933 legte er in Paris mit seiner Rekonversion
zum Judentum ein religiöses und zugleich nationalpolitisches Bekenntnis
ab. Die Ausstellung »Arnold Schönberg und sein Gott« thematisiert in historisch-biographischen
Dokumenten und bildnerischen Werken dessen religiösen Werdegang, der wesentliche
Impulse auch für seine Werkgeschichte setzte, sowie die künstlerisch vielfältige
Reflexion des unaussprechlichen, undarstellbaren Gottes.
Besonderes Gewicht liegt auf den Quellen zum unvollendeten Oratorium »Die
Jakobsleiter« als Konzept eines monumentalen Bühnenwerkes und künstlerische
»Vereinigung nüchtern skeptischen Realitätsbewußtseins mit dem Glauben«
(Schönberg) sowie auf den in Wien erstmals umfangreich dokumentierten
Quellen zur Oper »Moses und Aron«, Kulminationspunkt der durch zeit- und
gesellschaftspolitische Zusammenhänge forcierten religionsphilosophischen
Fragestellungen in den 1920er Jahren. Arnold Schönberg zählt zu jenen
politisch engagierten Intellektuellen, welche die Vernichtungspläne des
Nationalsozialismus bereits in den Anfängen erkannten und voraussagten
lange bevor die Shoah erstmals Gegenstand publizistischen Interesses
und geschichtsphilosophischen Diskurses wurde.
Die Manuskripte aus dem Nachlaß illustrieren, wie untrennbar der Gottesbegriff
Schönbergs mit einem allgemein ethischen Konzept verbunden ist. Eine eigene
Abteilung ist dem architektonischen Konzept des kürzlich eröffneten jüdischen
Museums in Berlin von Daniel Libeskind gewidmet, welches konkret auch
auf Schönbergs Oper »Moses und Aron« Bezug nimmt.
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