Fragmente für Klavier zu zwei und vier Händen
Fragmente für Orgel

Lit.: Arnold Schönberg: Sämtliche Werke. Abteilung II: Klavier- und Orgelmusik. Reihe B, Band 4: Werke für Klavier zu zwei Händen. Kritischer Bericht, Skizzen, Fragmente. Herausgegeben von Reinhold Brinkmann. Mainz, Wien 1975

Einführung
Bibliographie

Diskographie
Quellen

1. Fragment eines Scherzo für Klavier (Allegro molto, 80 Takte)

Das Scherzo ist nicht exakt zu datieren. Mit Sicherheit handelt es sich um eine sehr frühe Komposition von vor 1900, vermutlich aus der Zeit der Drei Klavierstücke (man vergleiche z.B. den Lento-Teil des dritten dieser Stücke mit T. 19 ff. des Scherzo). (Brinkmann, p. 104)

2. Fragment eines Klavierstücks (Leicht mit einiger Unruhe, 77 Takte)

Eine genaue Datierung ist nicht möglich. Die ungefähre Ansetzung mit um (eher vor) 1900 mag im Hinblick auch auf das Datum des folgenden Fragments angemessen sein. (Brinkmann, p. 109)

3. Fragment eines Klavierstücks (1900/01) (Langsam, 46 Takte)

Rechts unten am Rand unter der letzten Akkolade die Notiz (eventuell die erste Zeile früher als die anderen):
'Fortsetzung folgt ... | Wenn ich nur wüßte, wie die Fortsetzung sein wird! – | Zweimal habe ich mich darin schon getäuscht. Jetzt wage ich nichts mehr | zu hoffen, noch zu befürchten. – Folgt Fortsetzung? ... | Arnold Schönberg. | Im Februar 1901.
(Brinkmann, p. 112)

4. Fragment eines Klavierstücks (1905/06) (wenig bewegt, sehr zart, 26 Takte)

Das Fragment steht – wie das auf der vorhergehenden Seite des Skizzenbuchs notierte, ebenfalls fragmentarische Lied »Sonnenuntergang« nach Hölderlin – zwischen Seiten, die der 1. Kammersymphonie op. 9 gelten. Die Seite 80 des II. Skizzenbuchs (Ende der ersten Niederschrift von »Mädchenlied« op. 6 Nr. 3) ist mit » 28/10. 1905 datiert, der Beginn des sogenannten III. Skizzenbuchs (mit der Fortsetzung der Niederschrift des Opus 9) trägt das Datum »April 1906«. Innerhalb dieses Zeitraums ist das Fragment des Klavierstücks demnach entstanden. (Brinkmann, p. 114)

5. Zwei Fragmente eines Klavierstücks (1909) (6 und 2 Takte)

Beide Quellen stehen auf einem Notenpapier gleicher Sorte. Es ist möglich, daß die beiden 11zeiligen Blätter mit den beiden 13zeiligen der folgenden Fragmente (U41, U44) ein 48zeiliges Blatt bildeten, bzw. ein Blatt eines 48zeiligen Bogens (vgl. das Firmenzeichen von U43). Vgl. auch das zu Opus 11 Nr. 1 und 2 benutzte Papier.
Der Zusammenhang mit den nachfolgenden Fragmenten ist nicht nur durch das Notenpapier gegeben. Alle gehören wohl in den Umkreis des Opus 11, wobei allerdings das Fragment U43 atonaler erscheint als das fertige Klavierstück. Auch Opus 11 Nr. 2 hat den 12/8-Takt. Damit wäre Frühjahr bis Sommer 1909 als Zeit der Niederschrift anzusetzen.
U42 entspricht zunächst den Takten 3–4 von U43 und bringt dann eine andere Fortsetzung. Doch ist nicht ganz auszumachen, welcher der beiden Entwürfe der frühere ist. Die Tatsache, daß die in U43 und U42 identischen Passagen in letzterem mit mehreren Korrekturen, in ersterem mit einer (bestätigenden) Ausnahme ohne Korrekuren niedergeschrieben sind, spricht für die Ansetzung U42 vor U43. (Brinkmann, p. 115-116)

6. Fragment eines Klavierstücks (1909) (15 Takte)

Das Stück dürfte stilistisch dem Umkreis des Opus 11 angehören. Es ist die Hypothese keineswegs abwegig, daß mit diesem Fragment die im Anschluß an Opus 11 Nr. 1 und 2 komponierte erste Version für Opus 11 Nr. 3 begonnen wurde (die Gleichheit des Notenpapiers ist ein Indiz), die unvollendet blieb, daß dann einige Monate später bei der Erstniederschrift des Opus 11 Nr. 3 das Ostinatomodell aufgegriffen und erweitert und schließlich für die endgültige Fassung verworfen wurde. Somit wäre auch dieses Fragment mit Frühjahr oder Sommer 1909 zu datieren. (Brinkmann, p. 118)

7. Fragment eines Klavierstücks (1909) (3 Takte)

Das Fragment ist (über das Indiz des benutzten Papiers hinaus) wie die beiden vorhergehenden stilistisch in den Umkreis des Opus 11 anzusiedeln. Bezüge bestehen einmal von seinen Takten 9–11 zu den Takten 1 ff. des vorhergehenden Fragments, zum anderen verweisen Figurationen wie die 16tel-Folgen in T. 6 II und 8 II auf ähnliche des Opus 11 Nr. 2 (T. 43 f.) – allerdings auch auf T. 2 des 1. Stücks für Kammerorchester ohne Opuszahl von 19010. Der ungefähren Ansetzung mit Frühjahr bis Sommer 1909 dürfte wohl im Zusammenhang mit den anderen Fragmenten dieser Zeit der Vorzug zu geben sein. (Brinkmann, p. 119)

8. Fragment eines Klavierstücks (20 Takte)

Das Stück ist nicht exakt zu datieren. Der Stand der Harmonik läßt auf die Frühzeit der freien Atonalität schließen, so daß eine Ansetzung um 1910 möglich erscheint. Der Herausgeber möchte allerdings nicht verhehlen, daß er – wiewohl er sich letztlich doch zur Aufnahme des Stücks in diesen Band entschloß – leichte Zweifel daran, daß es sich um einen Entwurf für ein Klavierstück handelt, nicht ausräumen kann. Zwar ist das Stück in Klaviernotation geschrieben, doch ist einmal eine so ausgedehnte und weit schwingende Melodie mit Akkordstützen bei Schönberg für Klavier durchaus singulär (man würde sie eher in einem Orchesterwerk erwarten), und zum anderen lassen Erscheinungen wie der Klang mit Triller in T. 16 nicht gerade aus pianistischen Satz schließen. Auch die Seitenziffer 7 könnte auf einen größeren Werkzusammenhang hindeuten. (Brinkmann, p. 120)

9. Fragment eines Klavierstücks (1918) (Mäßig, aber sehr ausdrucksvoll, 10 Takte)

Rechts oben über der 1. Akkolade am Rand das Datum 9. III. 1918. (Brinkmann, p. 121)

10. Fragment eines Klavierstücks (1920) (Langsam, 10 Takte)

Das Papier ist das gleiche wie bei einer Quelle des Opus 23 Nr. 1. Auch stilistisch ist das Fragment bis in Details der Figuration deutlich dem Opus 23 Nr. 1 verwandt. Der Datierungsansatz mit Sommer 1920 (vermutlich vor oder doch im Zusammenhang mit Opus 23 Nr. 1, das am 9.7. 1920 beendet wurde) dürfte gesichert sein. (Brinkmann, p. 123)

11. Fragment eines Klavierstücks (1920) (12 Takte)
vgl. Fragment Nr. 10

12. Fragment eines Klavierstücks (1925) (Langsame Halbe, 41 Takte)

Das Fragment steht im sogenannten V. Skizzenbuch zwischen Seiten der Erstniederschrift des 2. Satzes (Tanzschritte) der Suite op. 29. Die S. 119 des Skizzenbuchs verzeichnet für den Beginn dieses Satzes das Datum 17/I. 1925, die S. 144 für das Ende desselben das Datum 13./6. 1925. Damit ist der Entstehungszeitraum des Klavierstückfragments eingegrenzt. (Brinkmann, p. 128)

13. Fragment eines Klavierstücks (1931) (35 Takte)

Vorhanden sind ein Autograph A von 35 Takten mit der wieder verworfenen Erstversion A1 von T. 26, ferner 2 Skizzenblätter mit den Skizzen a1-a3, b1-b9, c1-7 und d. (Brinkmann, p. 131)

14. Fragment eines Klavierstücks (1931) (Sehr rasch; Adagio, 26 Takte)

15. Fragment eines Klavierstücks (1931): Andante, 17 Takte

Rechts oben über der 1. Akkolade der unvollständige Datumsvermerk Barcelona 10/X. 193. Jan Maegaard hat nachgewiesen, daß nur das Jahr 1931 in Frage kommt. Das Fragment wurde somit an jenem Tage niedergeschrieben, an dem das Klavierstück op. 33b vollendet wurde. (Brinkmann, p. 142)

16. Fragment eines Klavierstücks (3 Takte)

Das Fragment ist dodekaphon komponiert. Die Reihe lautet D B A Cis F Ges H Gis G Es C E. Das Fragment dürfte aufgrund des benutzten amerikanischen Notenpapiers in den USA, also frühestens ab November 1933, entstanden sein. Für eine genauere (stilistische) Untersuchung ist der kurze Entwurf zu unspezifisch.

17. Fragment eines Klavierstücks (Moderato, 22 Takte)

Das Fragment ist dodekaphon komponiert. Es werden 3 Reihenformen verwendet, von denen zwei im Verhältnis der Umkehrung und der Quinttransposition stehen und die dritte den Krebs einer dieser beiden darstellt. Da Schönberg

Fragment eines Klavierstücks (2 Takte)

Fragment eines Klavierstücks

Fragment eines Klavierstücks (10 Takte)

Fragment eines Klavierstücks (2 Takte)

Fragment eines Stückes für zwei Klaviere (1941)

Fragment der Phantasia für Klavier zu vier Händen (1937)

Zwei Fragmente der Sonate für Orgel (1941)

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