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Konzert für Violoncello und Orchester (D-Dur) (in freier
Umgestaltung nach dem Concerto per Clavicembalo von Matthias Georg Monn,
komp. 1746)
aus einem Brief Schönbergs vom 22.II.1933 an Pablo Casals:
»...Zur Sache also: das Werk führt deutlich den Titel:
Konzert für Violoncello und Orchester nach dem Concerto per Clavicembalo
von G. M. Monn in freier Umgestaltung von Arnold Schönberg.
Ich glaube, es ist ein sehr brilliantes Stück worden. Jedenfalls
habe ich mir wegen des Klanges ganz besondere Mühe gegeben und bin
sehr zufrieden damit. Das Stück ist in gewisser Hinsicht weniger
solistisch, als ein Konzert von Monn wäre; denn sehr oft ist die
Funktion des Cellos etwa die eines Solisten in einer Kammermusik, durch
dessen brilliantes Spiel ein sehr schöner, interessanter Klang entsteht.
Im übrigen war es meine Hauptsorge, die Mängel des Händelstils
(dem das Werk im Original angehört) zu beseitigen. So wie Mozart
es mit dem Messias von Händel getan hat, so habe auch ich hier ganze
Hände voll Sequenzen (Rosalien, »Schusterflecke«) entfernt
und durch echte Substanz ersetzt. Dann habe ich mich bemüht, den
anderen Hauptmangel des Händelstils zu bekämpfen: dort ist nämlich
das Thema immer beim ersten Auftreten am Besten und wird im Lauf des Stückes
immer unbedeutender und geringer. Ich glaube, daß es mir gelungen
ist, das Ganze etwa dem Stil Haydns zu nähern. In harmonischer Hinsicht
gehe ich manchmal ein wenig (manchmal auch etwas mehr) über diesen
Stil hinaus. Nirgens aber geht es wesentlich weiter als Brahms, jedenfalls
gibt es keine Dissonanzen, die nicht im Sinn der älteren Harmonielehre
zu verstehen sind; und: nirgends ist es atonal!«
(Zitiert nach Josef Rufer: Das Werk Arnold Schönbergs. Mit 10
Bildern und 25 Handschriften-Faksimiles. Kassel et al. 1959, S. 75-76.)
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