Vier Stücke für gemischten Chor op. 27
Sources

Überliefert sind Reihentabellen, Skizzen und Erste Niederschriften (A), eine Reinschrift von Nr.1 (B) sowie die Stichvorlage (C) für den Originaldruck (D). Von D ist ein Exemplar vorhanden, das Schönberg als Handexemplar diente, d.h. welches er mit Eintragungen versehen hat (Da). Innerhalb der Quellen A und C befinden sich auch Textquellen.

Beschreibung:
A Reihentabellen, Skizzen und Erste Niederschriften
Aa Reihentabellen, Skizzen und Erste Niederschriften
Arnold Schönberg Center Wien (Nachlass Schönberg MS 27, Archiv, 529, 529B, 530-553-1r)

15 Einheiten davon 10 Einzelblätter und 5 andersartig gebildete Einheiten. Alle Einheiten, ausgenommen die befestigten Zettel 1a, 1b, 5a, 5b, 8a, 11a, 11b, 11c entstammen der Notenpapiersorte a1, ursprünglich: hoch 514X347 mm; 32 vorgedruckte Systeme, kein Firmen- bzw. Wasserzeichen. 43 der 58 Seiten sind beschriftet.

529, 529B, 530, 531, 531v, 532, 533, 534, 535, 536, 536v, 537, 538, 538v, 539, 540, 540v, 541, 542, 543, 544, 544r, 545, 545r, 546, 546r, 547, 547r, 548, 549, 549v, 550, 551, 552, 553, 553_1r

Ab Skizzen
Staatsbibliothek zu Berlin-Preußischer Kulturbesitz (Signatur N. Mus. Nachlass 15, 9).

Ein Blatt Schreibpapier ohne Vordruck, quer 286X210mm; nur recto beschriftet.
Recto 2 Systeme von Hand aufgetragen; mit schwarzer Tinte beschriftet; in der Mitte des Blattes: Arnold Schönberg, jedes Wort, in allen Lagen, Arnold Schönberg, Professor (jeweils viermal geschrieben: Spiegelschrift auf dem Kopf stehend, auf dem Kopf stehend, Spiegelschrift und normal).

B Reinschrift von Nr. 1. Widmungsexemplar für Emil Hertzka zum 25jährigen Jubiläum der Universal-Edition im Frühjahr 1926.
Pierpont Morgan Library, New York (Lehman Deposit).

Ein Blatt Büttenpapier, quer 381X279 mm, 14 vorgedruckte Systeme, kein Firmenzeichen.
Beidseitig mit schwarzer Tinte beschriftet; Rasuren. Keine Paginierung; keine Taktnummerierung; Textunterlegung vollständig.
Nach dem letzten Widmungstext: Herrn Direktor | Emil Herzka | mit vielen herzlichsten | Glückwünschen zu seinem | Jubiläum als | Universal-Editor | in großer Dankbarkeit | und Freundschaft | Arnold Schönberg; unterhalb des Schlusstaktstrichs: 30./9. 1925.

C Reinschrift. Stichvorlage für D.
Archiv der Universal-Edition, Wien.

1. "Unentrinnbar": 30. September: Enddatum der Ersten Niederschrift.
Zwischenzeitlicher Titel, auf Textquellen und in C: Tapfere
p.1, 2, 3
2. "Du sollst nicht, du musst": 14. Oktober: Text (TA, Sammelschrift 3, S. 3r);
16. bis 17. Oktober: Erste Niederschrift.
Zwischenzeitlicher Titel, auf Textquellen: Du sollst dir kein Bild machen
p. 1, 2, 3
3. "Mond und Menschen": 14. bis 16. Oktober: Erste Niederschrift
p.1, 2, 3, 4
4. "Der Wunsch des Liebhabers": 10. November: Enddatum Erste Niederschrift
p. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13

Konvolut, von Schönberg zusammengefasst, bestehend aus einer Einheit, der verschiedene Sorten Schreibpapiers angehören (a), aus 3 hintereinander liegenden Bögen einer Sorte Notenpapiers (b) sowie aus einem als Umschlag dienenden Bogen und 7 darin liegenden Blättern einer zweiten Sorte Notenpapiers (c).
a (=S. [1]-[6]): 3 Blätter linierten Schreibpapiers (hoch ca. 281Xca. 215mm), die jeweils recto auf dem linken Rand mit einem ca. 6 mm breiten aufgeklebten Streifen der gleichen Papiersorte verstärkt und durch weiße Fadenheftung mit 4 Durchstichen zusammengehalten sind; vom Blatt 1 untere rechte Ecke abgerissen.

Text p. 1, 2, 3, 4, 5, 6

Grundschrift überwiegend blauschwarze und schwarze Tinte, aber auch Schreibmaschine (blauer, lilafarbener und schwarzer Durchschlag); s. [27] oben rechts ein kurzes mit blauschwarzer Tinte gezogenes System hinzugefügt; einige Korrekturen mit roter, blauschwarzer, schwarzer Tinte und Rotstift; mehrere Eintragungen - auch von fremder Hand - mit Blei-, Blau-, Grün-, und Kohlestift, roter und schwarzer Tinte; lilafarbene Stempel; Rasuren.
Paginiert mit Bleistift sind nur die Recto-Seiten des Notentextes von Nr. 4 mit ungeraden Ziffern von 3 bis 13 jeweils oben in den Außenecken; alle Stücke enthalten durchgehend Taktnummerierungen; außerdem weist das Konvolut eine jeweils in der unteren linken Ecke der Recto-Seiten mit Bleistift vom Verlag eingetragene durchgehende Blattnummerierung von 1 bis 18 auf (vgl. auch die Blattnummerierung von Schönbergs Hand auf s. [1], [3] und [5]).

D Originaldruck.
Universal-Edition A.G. Wien-New York 1926. U.E. 8549.

Die Ausgabe (496 Exemplare) erschien am 30. September 1926.

Da Handexemplar von D.
Arnold Schönberg Center Wien (Nachlass Schöberg)

D ohne Originalumschlag, von Schönberg selbst mit dem Handexemplar Ia von op. 28 zusammengebunden;
Umschlag aus festem Pappkarton mit rotbraunem Leinenbezg, hoch 305X240mm; graugrüner Schmutztitel, mit Umschlag verklebt.

Schönberg drängte auf die Herausgabe der Chöre: "Ich hätte gerne, dass die Chöre rasch herauskommen. Ich bin überzeugt, dass grosses Interese dafür da sein wird. Kann man das nicht einmal beschleunigen?"
Durch zahlreiche Verzögerungen erschien der Erstdruck von op. 27 und op. 28 allerdings erst am 30. September 1926. Die Uraufführung beider Chorwerke konnte nicht nachgewiesen werden. Da die Partituren ab Herbst 1926 von der Universal-Edition vertrieben wurden und somit für Aufführungen zur Verfügung standen, waren Aufführungen möglich, ohne dass der Komponist oder der Verlag Kenntnis erlangt hätten.
Interessenten wie Heinrich Burkard, der Veranstalter der Donaueschinger Kammermusikaufführungen zur zeitgenössischen Tonkunst, Hermann Scherchen, Ernst Krenek, Karol Rathaus und Anton Webern wollten das Werk zur Aufführung bringen, was durch verschiedene Umstände nicht zu stande kam.

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