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Concerto for Piano and Orchestra op. 42 (1942)
Einführung
Schönbergs Klavierkonzert op. 42, das ursprünglich von seinem ehemaligen
Schüler Oscar Levant in Auftrag gegeben wurde, ist einsätzig, jedoch mit
den traditionellen Formabschnitten der mehrsätzigen Sonatenform (und wie
das zugrundeliegende Programm) in vier Teilen konzipiert. Die 39 Takte
der Anfangsmelodie präsentieren alle Erscheinungsformen der Zwölftonreihe:
erst die Originalgestalt, dann die Umkehrung des Krebses, schließlich
Umkehrung und Krebs. (Beide Umkehrungen erscheinen in transponierter Form.)
»Niemand erwartet vom Hörer dies wahrzunehmen. Die Einheit stiftende Wirkung
des musikalischen Materials in einer Komposition ist ja öfter versteckt
als offenkundig, ob bei Schönberg oder Beethoven.« (Alfred Brendel) Arnold
Schönberg datierte die Komposition auf der autographen Partitur zwischen
5. Juli und 29. Dezember 1942, die früheste erhaltene Skizze ist jedoch
mit 27. Juni 1942 bezeichnet. Das Blatt beinhaltet etwa vier Takte für
Klavier solo, welche in melodischer und rhythmischer Kontur der endgültigen
Fassung der ersten vier Takte des Werks entsprechen, jedoch in divergierender
Reihengestalt. Die ersten Skizzenblätter überliefern drei verschiedene
Fassungen des Hauptthemas, welche auf drei unterschiedlichen Reihen -
bei gleicher rhythmischer Struktur - beruhen. Eine weitere Skizze zeigt
die Endfassung der dem Werk zugrundeliegenden Reihe und beinhaltet die
vier Teile des in der Forschung als autobiographisch gedeuteten Programms,
welche jeweils durch ein musikalisches Beispiel eines der vier Formabschnitte
illustriert werden. Die erste programmatische Aussage (»Life was so easy«)
wird lediglich durch eine schematische Wiedergabe der Zwölftonreihe dargestellt,
die zweite (»Suddenly hatred broke out«, am linken oberen Seitenrand),
durch eine annähernde Wiedergabe des musikalischen Materials aus dem zweiten
Konzertabschnitt, wenn auch in einer unterschiedlichen Transponierung.
Der dritte Programmabschnitt (»A grave situation was created«) bringt
drei Skizzen, welche sich auf den dritten Teil des Konzertes beziehen,
hier in einer von der endgültigen Fassung stark abweichenden Version.
Der vierte Titel (»But life goes on«) wird durch ein identisches Melodiezitat
aus dem letzten Abschnitt des Konzerts illustriert, gefolgt von weiteren
motivischen Skizzen des Finales.
© Arnold Schönberg Center
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