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Arnold Schönberg: »Analysis of Pelleas und Melisande« Ich komponierte die symphonische Dichtung Pelleas und Melisande 1902. Sie ist ganz und gar von Maurice Maeterlincks wundervollen Drama inspiriert. Abgesehen von nur wenigen Auslassungen und geringfügigen Veränderungen in der Reihenfolge der Szenen, versuchte ich jede Einzelheit widerzuspiegeln. Vielleicht ist, wie es in der Musik so oft geschieht, den Liebesszenen mehr Raum gewidmet.
das zum ersten Mal ganz am Anfang erscheint, sind dazu bestimmt, das »Schicksal« darzustellen. Dieses Motiv erscheint in vielen Umformungen. Melisandes Spiel mit dem Ring, der auf den Grund des Brunnens fällt, wird in einem Scherzo-Teil ausgedrückt. Golauds Eifersucht ist gezeichnet:
Die Szene, in der Melisande ihr Haar aus dem Fenster hängen lässt ist ausführlich geschildert. Der Abschnitt beginnt mit Flöten und Klarinetten, die sich einander in kurzem Abstand imitieren. Später treffen die Harfen hinzu, Soloviolinen spielen Melisandes Motiv, das Solocello spielt Pelleas' Thema. Geteilte hohe Streicher und Harfen spielen weiter. Die Liebesszene beginnt mit einer langen Melodie: Ein neues Motiv erscheint in der Todesszene. Die Uraufführung 1905 in Wien unter meiner eigenen Leitung rief große Unruhe beim Publikum und selbst bei den Kritikern hervor. Die Kritiken waren ungewöhnlich heftig, und einer der Kritiker schlug vor, mich in eine Irrenanstalt zu stecken und Notenpapier außerhalb meiner Reichweite aufzubewahren. Erst sechs Jahre später unter Oskar Frieds Leitung wurde Pelleas und Melisande ein großer Erfolg und hat seither bei den Zuhörern keinen Ärger mehr verursacht. |
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