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Stuckenschmidt Brecht Operngesetze
[… Ich] weiß selbst, dass ich beim Malen auf einem Bild gleichzeitig
Aquarellfarben, Bleistift, Tintenstift, Tusche und Tempera
(Weiß) angewendet habe. Ich weiß, dass das eine Sünde gegen
die Forderung der Material-Einheit ist und muss aber trotzdem
bekennen, dass ich in der Wirkung, die edel bleibt, diese
Sünde nicht wahrnehmen kann. Nun aber muss man bedenken,
dass Aquarellfarben ein sehr unvollkommenes Material sind. Ich
glaube nicht, dass ich bei Oelfarben ein ähnliches Bedürfnis
gehabt hätte. Oder doch: ich hätte mir manchmal gewünscht,
manche Partien mit Lackfarbe (Emaillack) malen zu können,
habe es aber nie versucht. (Ich habe da insbesondere an schnell
trocknende Email-Lacke gedacht, die einen wundervollen Grund,
eine Untermalung abgeben könnten, über welchen man dann
lazurirend die Töne legen könnte. Die Wirkung sehe ich noch
heute vor mir). […]
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Arnold Schönberg Center, Wien (T 01.09)
Datiert: 3. Juli 1931.
Über Hans Heinz Stuckenschmidt: Vier Wege
und ein Ziel, in: Vossische Zeitung (Juli 1931)
[Stuckenschmidt diskutiert Bertold Brecht und
Peter Suhrkamp: Anmerkungen zur Oper.]
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