Symposium
»Arnold Schoenberg in America«, 2. bis 6. Mai 2001


Patronanz
I. E. Kathryn Hall
Botschafterin der Vereinigten Staaten von Amerika

Kooperation
Arnold Schönberg Center
Arnold-Schönberg-Institut der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

Das dritte internationale Symposium am Arnold Schönberg Center widmet sich dem kompositorischen, theoretischen und pädagogischen Wirken des Meisters in den USA. Arnold Schönbergs Schaffen der dreißiger und vierziger Jahre hat in mehrfacher Hinsicht Irritationen hervorgerufen: Das Nebeneinander von dur-moll-tonalen, freitonalen und dodekaphonen Kompositionstechniken war hierfür ebenso ausschlaggebend wie die religiösen und politischen Absichten, denen sich einige seiner Werke zu verpflichten schienen. Selten zeigten sich die Deutungsversuche der Nachwelt so uneins wie im Hinblick auf diese Schaffensperiode: Inwieweit von »Spätwerken« (mit ihrem aureatischen Glanz des Vermächtnishaften und den verschiedentlich bemühten Vergleichen mit Beethoven) die Rede sein kann, inwieweit Schönbergs Werke Dokumente des »Exils« sind oder auch in Europa hätten geschrieben werden können, worin sich Brüche oder Kontinuitäten seines musikalischen Denkens offenbaren und schließlich, warum Schönbergs Werke in der alten und der neuen Welt auch heute noch mit einer unterschiedlichen Schwerpunktbildung rezipiert werden, soll in diesem internationalen Symposium des Arnold Schönberg Center hinterfragt werden.



Mittwoch, 2. Mai 2001, 10.00 Uhr

Christian Meyer, Direktor Arnold Schönberg Center
Begrüßung
Leonard Stein, Los Angeles
Festvortrag: Schönberg’s Seventeen Years in Los Angeles: The New Generation Learns What the Old Generation Experienced

Leonard Stein und Johannes Marian, Klavier
Arnold Schönberg: Kammersymphonie Nr. 2 für 2 Klaviere op. 38B

Round table »Schönberg Remembered«
Dika Newlin, Virginia Commonwealth University, Richmond
Richard Hoffmann, Oberlin College
Leonard Stein, Los Angeles
Nuria Schoenberg Nono und Lawrence Schoenberg, Venedig und Los Angeles

Eintritt frei


Mittwoch, 2. Mai 2001, 14.00 Uhr
»American Perspectives«

Matthias Schmidt, Vorsitz

Matthias Schmidt, Arnold-Schönberg-Institut, Wien
Grenzklänge. Einige Bemerkungen zu Schönbergs Alterswerk

Marc Kerling, Universität Bonn
Leitlinien im Spätwerk – Verarbeitungsstrategien der Exilssituation

Ralf-Alexander Kohler, Technische Universität Berlin
Zwischen Form und Struktur: Analytische Anmerkungen zu Schönbergs Streichtrio op. 45

Dirk Buhrmann, Detmold
Arnold Schönbergs »Ode to Napoleon Buonaparte« op. 41

Yuri Cholopov, Tschaikowsky Konservatorium Moskau
»Ode to Napoleon Buonaparte«: serial? - or modal - tonal - »tropal«?

Beat A. Föllmi, Universität Zürich
Intertextualität und Distanz als Mittel zur politischen Aussage: Arnold Schönbergs
»Ode to Napoleon Buonaparte«

Eintritt frei


Mittwoch, 2. Mai 2001, 19.30 Uhr

Ensemble 20. Jahrhundert
David Cameron, Rezitation
Peter Burwik, Dirigent

Arnold Schönberg: Suite op. 29
Hanns Eisler: Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben
Texte von Arnold Schönberg und Hanns Eisler


Karten ATS 180/Eur 13,08



Donnerstag, 3. Mai 2001, 9.30 Uhr
»Theorie und Lehre«

Christopher Hailey, Vorsitz

Philip Weller, University of Nottingham
»Pectus est quod facit disertus?« Schönbergs Vorstellung des kompositorischen »Geschehens«, wie er sie in den Schriften der amerikanischen Jahre skizzierte

Murray Dineen, University of Ottawa
Gerald Strang’s Manuscript Notes to Arnold Schönberg’s Classes (1935 – 1937): The Two Learnings

Andreas Jacob, Folkwang-Hochschule Essen
Schönbergs amerikanische Entwürfe zu einer Kontrapunktlehre

Hartmut Krones, Arnold-Schönberg-Institut, Wien
Schönberg und die alte Modalität

Eintritt frei


Donnerstag, 3. Mai 2001, 14.00 Uhr
»Tonality Remembered«

Hartmut Krones, Vorsitz

Markus Böggemann, Hochschule der Künste Berlin
Ein »erfreulicher Ausflug in schöne Natur«? Die Suite für Streichorchester (1934) und Schönbergs Rückgriff auf die Tonalität

Michelle Duncan, Cornell University, Ithaca
Music and Memory: Schönberg’s Second Chamber Symphony and History

Severine Neff, University of North Carolina, Chapel Hill
Schönberg’s Kristallnacht Fugue: Contrapuntal Exercise or Unknown Piece?

Steven J. Cahn, University of Cincinnati
Kol Nidrei in America

Eintritt frei



Freitag, 4. Mai 2001, 9.15 Uhr
»Die Entwicklung des Zwölftondenkens«
(am Beispiel des Fourth String Quartet op. 37, 1. Satz)

Ethan Haimo, Vorsitz
aron quartett, Auszüge aus dem Fourth String Quartet op. 37

Ethan Haimo, University of Notre Dame
A Replacement for Tonality? Tonal Analogies in the Fourth String Quartet

Robert Pascall, University of Wales Bangor
Theory and Practice: Schönberg’s American Pedagogical Writings and the First Movement of the Fourth String Quartet, op. 37

Richard B. Kurth, University of British Columbia, Vancouver
The Art of Cadence in Schönberg’s Fourth Quartet, op. 37

Colleen Conlon, University of North Texas, Denton
Classical Form as Teaching Tool: Schönberg’s Pedagogy in Composition in the United States

Eintritt frei


Freitag, 4. Mai 2001, 14.00 Uhr
»Reception and Legacy«

Christopher Hailey, Vorsitz

Until 1933 Schoenberg’s image in America was largely shaped by the press reception. Thereafter the impact of his own presence, performances, broadcasts, and recordings of his music, and the teaching and testimony of his students begin to fill out the picture of his creative personality. This session focuses on the ways in which America's larger cultural community became aware of Schoenberg and began to integrate his presence into an American narrative modernism.

Christoph Hailey, Arnold-Schönberg-Institut, Wien
The Image of an Icon: Picturing Schönberg

Sabine Feisst, Bard College, New York
Zur Rezeption von Schönbergs Schaffen in Amerika vor 1933

Gabriele Eder, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Arnold Schönberg und die New Yorker Musikkritik

Elizabeth L. Keathley, University of Tennessee, Knoxville
»Dick, Dika, Dickest«: Dika Newlin’s »Thick Description« of Schönberg in America

David W. Bernstein, Mills College, Oakland
Themes and Variations: John Cage’s Studies with Arnold Schönberg

Eintritt frei

Freitag, 4. Mai 2001, 19.30 Uhr
Klavierabend Thomas Schultz
»Schönberg’s influence on American piano music in the 20th century«

Arnold Schönberg: Sechs kleine Klavierstücke op. 19
John Cage: Dream; Waiting; Etudes Australes VIII and XXIII
Hyo-shin Na: Piano Study 1 und 2 (europäische EA)
Frederic Rzewski: »The People United Will Never Be Defeated«, 36 variations on the Chilean Song ¡El pueblo unido jamás será vencido!

Karten ATS 180/Eur 13,08



5. Mai 2001, 10.00 – 13.00 und 15.00 – 17.30 Uhr
6. Mai 2001, 10.00 – 14.00 Uhr
Öffentlicher Workshop Ildiko Raimondi
»Schönberg und das deutschsprachige Liedschaffen seiner Zeit«

Kristin Okerlund, Korrepetition
Hartmut Krones und Herbert Zeman, Vorträge


Kooperation Arnold Schönberg Center
und Arnold-Schönberg-Institut der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Teilnahme für Sängerinnen und Sänger, die mit dem Liedgesang des 20. Jahrhunderts vertraut sind
Kosten: aktive Teilnahme ATS 480/Eur 34,88; Studierende und passive Teilnahme frei
Anmeldungen zur aktiven Teilnahme mit Lebenslauf und Lied-Programm:
Arnold-Schönberg-Institut
c/o Arnold Schönberg Center, 1030 Wien, Schwarzenbergplatz 6,
Eingang: Zaunergasse 1-3, Tel. (+43/1)711 55-2531, Fax (+43/1)711 55-2539
email: office@schoenberg.at


Sonntag, 6. Mai, 19.30 Uhr
Ildiko Raimondi und Teilnehmende des Workshops
Kristin Okerlund, Klavier

Lieder von Arnold Schönberg, Alban Berg, Anton Webern, Franz Schreker, Alexander Zemlinsky und Richard Strauss

Karten ATS 120/Eur 8,72

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