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Symposium
Der Maler Arnold Schönberg, 11.13. September 2003
Programm
Eine Kooperation von Arnold Schönberg Center und Wissenschaftszentrum
Arnold-Schönberg der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Mit Unterstützung von Kulturabteilung der Stadt Wien und der Österreichischen
Forschungsgemeinschaft
Das sechste internationale Symposium am Arnold Schönberg Center widmet
sich dem umfangreichen bildnerischen Schaffen des Autodidakten Arnold
Schönberg. 1907 begann Schönbergs intensive Betätigung als Maler: ein
weiterer Reflex seines Ausdrucksbedürfnisses, innere Visionen zu ästhetisieren.
Seine private Misere durch das Verhältnis seiner Frau Mathilde zum Maler
Richard Gerstl kompensierte Schönberg zwischen 1907 und 1908 durch den
Bruch mit der Tradition: Auflösung der Tonalität in der Atonalität und
Übergang zur expressionistischen Periode, welche einen zündenden Moment
in der Kompositionsentwicklung unseres Jahrhunderts markieren sollte.
Schönbergs Malerei bleibt in dieser Zeit beinahe anachronistisch gegenständlich,
der Vorstoß in die Abstraktion bleibt beinahe ausschließlich seiner Musik
vorbehalten. Um 1910 kreist seine Malerei immer wieder um das Thema des
Blicks und der Vision, hinzukommen Portraits von Persönlichkeiten des
Wiener Kulturlebens und eine beeindruckende Serie von Selbstportraits.
Arnold Schönbergs bildnerisches Schaffen stieß bald auf das Interesse
der Künstlergruppe um Wassily Kandinsky, auf dessen Bestreben er 1911
bei der ersten Ausstellung des »Blauen Reiter« in München mit vier Arbeiten
vertreten war. Die Ausgangsmomente des bildnerischen Werks und Einflüsse
zeitgenössischer bildender Kunst sollen in diesem Symposium ebenso thematisiert
werden wie die Frage, worin sich Brüche oder Kontinuitäten seines bildnerischen
Schaffens offenbaren. In einzelnen Sektionen wird weiters über Datierungsfragen,
Probleme der Maltechnikbestimmung, die umfangreichen Quellen zum bildnerischen
Werk und Schönbergs kunstästhetische Schriften diskutiert.
Donnerstag, 11. September 2003, 17.30 Uhr
Christian Meyer, Arnold Schönberg Center
Hartmut Krones, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Begrüßung
Bernhard Denscher, Kulturabteilung der Stadt Wien
Emil Brix, Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten
Nuria Schoenberg Nono, Venedig
Eröffnung
Elmar Budde, Gastprofessor an der Universität für Musik und darstellende
Kunst Wien
Festvortrag
»ut musica pictura - ut pictura musica«
Musik und Bild - ein Rückblick nach vorn zu Arnold Schönberg
Donnerstag, 11. September 2003, 19.30 Uhr
Konzert 129. Geburtstag von Arnold Schönberg
Ensemble Kontrapunkte
Peter Keuschnig, Dirigent
Michaela Lucas, Mezzosopran
Marianne Chappuis, Rezitation
Martin Schwab, Sprecher
Peter Keuschnig, Dirigent
Otto Brusatti, Moderation
Arnold Schönberg: Fünf Orchesterstücke op. 16; Vier Lieder op. 22; Sechs
kleine Klavierstücke op. 19 (Bearbeitungen für Kammerorchester: Felix
Greissle und Bernhard Wulff); Drei Lieder op. 48
Johannes Maria Staud: Die Ebene
Gerhard Schedl: Der Totentanz von Anno Neun nach dem Gemälde von Albin
Egger-Lienz op. 14
Texte von Arnold Schönberg und Theodor W. Adorno
Kooperation Arnold Schönberg Center und ORF
Live-Übertragung in ORF-Ö1
Der Maler Arnold Schönberg
Freitag, 12. September 2003
9.30 Uhr
Hartmut Krones, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Farbe - Klang - Traum. Doppel- und Dreiecksbeziehungen durch Jahrhunderte
10.00 Uhr
Manfred Wagner, Universität für angewandte Kunst Wien
Arnold Schönberg: Als Maler ein Dilettant?
11.00 bis 12.00 Uhr
Verena Graf, Therese Muxeneder, Arnold Schönberg Center
Martina Griesser, Kunsthistorisches Museum Wien
Arnold Schönbergs bildnerisches Werk: Bestandsaufnahme, Quellen, Datierung
12.15 Uhr
Severine Neff, University of North Carolina at Chapel Hill
Painting and Scandal. Schönbergs Visual Art and His Second
String Quartet, op. 10
Pause
14.30 Uhr
Ethan Haimo, University of Notre Dame, Indiana
The Interaction of Art and Music in Schönberg's Career: A Reexamination
15.00 Uhr
Victoria Martino, La Mesa
Die Farbe bei Arnold Schönberg
15.30 Uhr
Konrad Oberhuber, La Mesa
Der Raum bei Arnold Schönberg
16.30 Uhr
Otto Breicha, Wien und Graz
Schönberg von hinten. Versuch einer Annäherung an das bildkünstlerische
Werk Schönbergs, Rahmenbedingungen und Einflüsse
Samstag, 13. September 2003
9.30 Uhr
Marc M. Kerling, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Chalcedonische Hermeneutik - Zum Verhältnis von Göttlichkeit und Menschlichkeit
im künstlerischen Denken Schönbergs. Eine Deutung seiner »Christus-Vision«
von 1919
10.00 Uhr
Darius Kucinskas, National M. K. Ciurlionis Art Museum, Kaunas
Arnold Schönberg and Mikalojus Konstantinas Ciurlionis: Two Composers
who were known as painters
11.00 Uhr
Pascal Rousseau, Université François Rabelais, Tours A World of Vibrations.
Acoustics and the Origins of Abstraction
11.30 Uhr
Javier Arnaldo, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid
Analogias musicales. Ausstellungskonzeption und Forschungsergebnisse in
Madrid 2003
Samstag, 13. September 2003
19.30 Uhr
Schönberg-Haus in Mödling
Anna Maria Pammer, Sopran
Johannes Marian, Klavier
Arnold Schönberg: Vier Lieder op. 2, Nr. 1; Acht Lieder op. 6 Nr. 3, 4,
6 und 8; Drei Klavierstücke op. 11; 15 Gedichte aus »Das Buch der hängenden
Gärten« von Stefan George op. 15
Mit Unterstützung von Land Niederösterreich und Stadtgemeinde Mödling
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