Symposium
Zum 100. Geburtstag von Luigi Dallapiccola
Montag, 18. Oktober, und Dienstag, 19. Oktober 2004


Eintritt frei

Zu den ersten Komponistenpersönlichkeiten, die sich außerhalb der Schönberg-Schule der Zwölftonmethode verschrieben, zählte Luigi Dallapiccola. 1904 in Pisino/Pazin (Istrien) geboren, hielt er sich 1917/18 durch die Kriegsereignisse bedingt in Graz auf, lebte dann in Triest und studierte schließlich in Florenz Klavier und Komposition. Die Begegnungen mit Schönbergs »Harmonielehre« und »Pierrot lunaire« ließen ihn endgültig den Komponistenberuf ergreifen, und bereits in den 1930er Jahren wandte er sich der Dodekaphonie zu, nachdem er bei den IGNM-Festen Werke der Wiener Schule kennengelernt hatte. Wegen ihrer radikalen Atonalität wurden seine Kompositionen aber sowohl im nationalsozialistischen Deutschland als auch im faschistischen Italien abgelehnt, sodaß Dallapiccola, der 1942 in Wien mit Anton Webern zusammentraf und ihm später seine »Sex carmina Alcaei« widmete, erst nach dem Zweiten Weltkrieg zu breiter Anerkennung gelangte. Vor allem seine Oper »Il prigioniero« und die »Canti di liberazione« verschafften ihm den endgültigen Durchbruch zu internationalem Ruhm, der 1968 (Berlin) mit der Oper »Ulisse« (die in vielen Details ihr Vorbild in Schönbergs »Moses und Aron« besitzt) ihren Höhepunkt fand. Dallapiccola starb 1975 in Florenz.

Kooperation Arnold Schönberg Center, Wissenschaftszentrum Arnold Schönberg am Institut für Musikalische Stilforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Italienisches Kulturinstitut in Wien

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Montag, 18. Oktober 2004, 19 Uhr
Arnold Schönberg Center

Christian Meyer, Arnold Schönberg Center
Hartmut Krones, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Begrüßung
S.E. Raffaele Berlenghi, Botschafter von Italien in Österreich
Eröffnung

Pierluigi Petrobelli, Istituto Nazionale di Studi Verdiani, Roma
Festvortrag: Dallapiccola's »Tre Poemi«

Johannes Marian, Klavier
Luigi Dallapiccola: Quaderno musicale di Annalibera
Arnold Schönberg: Klavierstück op. 33b

Eintritt frei

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Dienstag, 19. Oktober 2004, 10 Uhr
Arnold Schönberg Center


Manfred Permoser, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Zur Wiener Dallapiccola-Rezeption

Hartmut Krones, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
»... dass Sie in Wien gelebt und bei Webern studiert haben.«
Zum Briefwechsel Arnold Schönberg - Luigi Dallapiccola

Peter Andraschke, Universität Gießen
Luigi Dallapiccola: Webern-Nähe und politischer Widerstand

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Dienstag, 19. Oktober 2004, 15 Uhr
Arnold Schönberg Center


Theo Hirsbrunner, Bern
Dallapiccolas »Cinque canti«

Dietrich Kämper, Universität Köln
Über die »spazi molteplici« des musikalischen Denkens.
Luigi Nono und Luigi Dallapiccola

Mario Ruffini, Conservatorio di Musica »F. Venezze«, Rovigo
Schönberg's »Moses und Aron« and Dallapiccola's »Ulisse«:
The Lost Word, the Found Word

Die angegebenen Referatsthemen stellen vorläufige Arbeitstitel dar.
Auskünfte und Prospekte: Institut für Musikalische Stilforschung,
Telefon: (+43/1) 711 55-2531, Fax: (+43/1) 711 55-2539



Dienstag, 19. Oktober 2004, 18.45 Uhr, Eintritt frei
Konzerteinführung Pierluigi Petrobelli (in engl. Sprache)

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Dienstag, 19. Oktober 2004, 19.30 Uhr
Zum 100. Geburtstag von Luigi Dallapiccola

Ensemble Wiener Collage
René Staar, Violine - Petra Ackermann, Viola
Stefan Neubauer, Klarinette - Alfred Melichar, Akkordeon
Johannes Marian, Klavier
Michaela Lucas, Mezzosopran


Luigi Dallapiccola: Quaderno musicale di Annalibera
Goethe-Lieder; aus Liriche Greche: Due liriche di Anacreonte
Arnold Schönberg: Drei Lieder op. 48
Salvatore Sciarrino: Ai limiti della notte
Luciano Berio: Sequenza XIII
Giacinto Scelsi: Ixor

Eur 14; Eur 7 (ermäßigt)

Der Abonnement-Zyklus des Ensemble Wiener Collage 2004/2005 am Arnold Schönberg Center steht unter der Patronanz der Wiener Philharmoniker.

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