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»Am Strande«

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»Vorüber die Flut, noch braust es fern...« (Rainer Maria Rilke)


AUFFÜHRUNGSDAUER: ca. 1:30 Min.

ENTSTEHUNGSZEIT: um 1908

NOTENMATERIAL:
Universal Edition UE 16625
Belmont Music Publishers (USA, Canada, New York): Bel 1007


Schönberg komponierte dieses Lied ungefähr zur selben Zeit wie die Zwei Lieder op. 14. Er bot »Am Strande« 1912 zusammen mit dem späteren op. 14 erst der Universal Edition und später dem Verlag Tischer & Jagenberg zum Druck an. Noch als der Druck des Opus 14, der 1920 bei der Universal Edition erschien, vorbereitet wurde, gehörte Am Strande dazu, wie die Eintragung op. 14 Nr. 3 in der Reinschrift des Liedes anzeigt. Daß Am Strande letztlich doch nicht als Teil des Opus 14 gedruckt wurde, begründet Schönberg in der Fortsetzung jenes Vermerks der Reinschrift: »Hätte immerhin veröffentlicht werden können. Ich habe es wegen des Textes nicht herausgegeben.« Gemeint ist damit zweifellos nicht die Qualität oder der Inhalt des Gedichts, sondern das Problem der Identität des Textautors; denn die von Schönberg in der Ersten Niederschrift gemachte Angabe Rainer Maria Rilke kann nirgendwo bestätigt werden und mag auch ihm 1920 zweifelhaft erschienen sein.


Am Strande
Rainer Maria Rilke

Vorüber die Flut.
Noch braust es fern.
Wild Wasser und oben
Stern an Stern.

Wer sah es wohl,
o selig Land,
wie dich die Welle
überwand.

Noch braust es fern.
Der Nachtwind bringt
Erinnerung,
und eine Welle
verlief im Sand.

Diskographie